Rosendorn lebt.
Erlebe mit ihm die Liebe und das Leben. Lasse Dich durch seine Texte treiben wie ein Blatt im Wind. Und genieße danach deine Liebe und dein Leben.
Wenn Du möchtest darfst Du mit ihm...
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Verfasst am 07.12.2011 19:56:58 Uhr Die Einstellung eines Professors zur Mathematik Als ich in den ersten Stunden meines Studiums saß, vor nun mehr 6 Jahren, sagte einer unserer Professoren zu uns, dass er im Laufe unseres Studium auf uns achten wolle und ein Unterrichten individuell ablehnt, wenn er feststellt, dass einer meiner Kommilitonen anfängt für die Rüstungsindustrie tätig zu werden.
So predigte er uns auch jedes Semester auf eines Neues, dass wir überdenken sollen, dass es uns der gleichen Anstrengung bedarf einen Tätigkeitsbereich auszuwählen, der der Rüstungsindustrie fern sei.
Eines seiner einprägsamen Zitate ist: "Mathematik ist beste Möglichkeit möglichst viel Menschen möglichst schnell zu ermorden." Er bezog sich dabei auf die Dosierbarkeit von Waffensystemen, wie zum Beispiel die computergestützten Berechnungen einer Einschlagsprojektion eines Geschosses, einer Streuweite von Splitter- und Strahlungswaffen, einer Toxizität und Infektiosität von chemischen und biologischen Kampfmitteln. "Für euch ist es nur eine adjustierende Berechnung, für andere der Tod."
Ein anderes Mal erzählte er, dass er auf einem Internationalen Kongress für Operations Research war. Aus aller Welt waren Interessierte und in Operations Research tätige Intellektuelle versammelt und es wurden Vorträge zu neuen Erkenntnissen und Anwendungsmöglichkeiten diverser mathematischer Methodiken gehalten. Anfangs wurden alle Anwesenden namentlich mit Organisationszugehörigkeit verlesend vorgestellt. Reihe um Reihe kam ein Redner nach dem Anderen zu seinem Vortrag. Als unser Professor gebeten wurde seinen neusten Anwendungsbericht zu verlesen, ging er zunächst wie alle Anderen zuvor ebenfalls zum Rednerpult, verkündete dann aber: "Da unter den Anwesenden kriegsunterstützende Zuhörer sind, muss ich mich leider entschuldigen jetzt noch die Einladung abzulehnen. Ich bin nicht länger gewillt mein Wissen den Anwesenden mitzuteilen." Ohne weitere Worte verlies er den Kongress.
Uns gegenüber erklärte er dann, dass diesem Kongress Leute vom Pentagon (USA) beiwohnten. Und ergänzte abermals, dass Karriere - auch ohne solche Leute als tägliche Mitmenschen - gemacht werden kann. Dann schilderte er uns noch, dass zu erwartender Weise die Verkündung seiner Meinung allgemein als unangebrachtes Outing gewertet wurde. Man sei nicht auf einem Politikum sondern auf einem Kongress zu mathematischen Methodiken.
Verfasst am 06.12.2011 22:50:53 Uhr ich brauche Antworten! Liebe Leser meines Blogs,
ich habe mich noch nie direkt an Euch gewandt, aber heute brauche ich Antworten auf eine Gewissenfrage, die ich mir nicht selbst beantworten kann.
Kurze Vorgeschichte:
Ich verkaufe wissenschaftliche, mathematische Software, die unter anderem zur Prototypenentwicklung in Forschung und Industrie Ihre Verwendung findet. In diesem Berufsfeld bin ich recht neu. Jeder Tag bringt neue Aufgaben für mich, da ich unterschiedlichste Beratungen durchführen muss, bevor ein Kunde die Software kauft.
Nun trat ein potentieller Kunde, ein Interessent, an mich per eMail heran. Er arbeitet bei einem Unternehmen, dass für Raumfahrt und Streitkräfte Raketensysteme entwickelt.
Auf deren Homepage stehen Euphemismen wie "low collateral damage".
Nun zu meiner Frage:
Soll ich diesen Kunden bedienen? Wenn ich ihn abgebe, wird ein anderer ihn bedienen. Andererseits bräuchte ich dringend den Umsatz auf meinem Konto. Mein Gewissen und meine Not stehen im Konflikt.
Liebe Leser, wie würdet Ihr entscheiden, beraten und verkaufen oder abgeben?
Seit bitte so gut und gebt mir viele Antworten. Vielen Dank.
Verfasst am 15.09.2011 22:21:11 Uhr Eine Welt zieht vorbei Alles verstreicht wie ein kühler Wind auf meiner Haut, wie die Schuppen, die von meiner körperlichen Oberfläche als kleine Staubkörnchen davon getragen werden und sich ungesehen in den Ecken der Umgebung meines Lebens verstecken.
Wahrnehmungslos wandele ich durch diese meine Welt, erfahre umherziehende Trostlosigkeit der Todes gleich agierenden Mitmenschen im Alltag unseres Seins und denke mir: Wäre ich doch auch nur einfach Tod wie eine Maus im dunkelsten Gebüsch am Straßenrand einer Straße ins ewige Nirgendwo.
Jammernd, schwach, verzweifelnd, einen Seufzer gleich dem letzten Atemzug ausstoßend, zerreißt sich meine Seele in tausenden Flammenzungen des Leibhaftigen Höllenfeuers und immerfort fühle ich dich Du Kälte des verstreichenden Windes auf meiner fahlen Haut, der Trennung meiner Seele zum grausamen Alltag, den ich ein Leben nennen muss.
Morgen für Morgen, Tag für Tag, so ziehen die Jahre wie kühler Wind tiefe Schluchten in meine Haut, eine Alterung, die älteste Natur erfahren hat, so empfinde schmerzlich, Qualen erlebend, den Sonnenschein, verblasst durch der überfüllten Menschheit Wolkendrang vor der Himmelspforte ganz nah beim Höllentor.
Alles, was übrig und noch wahrnehmbar ist, so unerheblich und gleichgültig erscheint, so trostlos und kaum voller Blutes Puls, so stehe ich da im Schein der Massen der Menschen Sein.
Mein Leben ist, eine Welt zieht vorbei, der Tod kommt näher als nie zu vor, und viel ist verschwendet als gäbe es in Fülle davon, doch niemand weiß, auch ich nicht, wann. Der letzte Tag sein Kommen haben, in blütender Glorie ein Licht auf mich Scheinen und ein Engel sprechend singen wird: Deine Welt zog vorbei, dein Leben ist vorbei, alles ist vorbei, doch sei Dir eines bewusst - Mindest einer war da, der hat Dich gebraucht.
Verfasst am 04.09.2011 15:54:04 Uhr Ja wenn das so ist, und mein Blog wieder funktioniert, dann kann ich ja gleich mal schreiben, wie es mir jetzt ergeht, nachdem ich umgezogen bin. Mit meiner Freundin zusammengezogen bin.
Über uns der rege Flugverkehr, hinter uns ein Trottoir voller Hundekacke, vor uns eine laute Durchgangsstraße und viele sonstige Gründe eine Mitmenschen gefährdente Depression zu durchleben.
Mein Geld langt hinten und vorne nicht, da alles für die Nachkosten des Umzugs und die Miete drauf geht.
Insgesamt bin ich mir aller wichtigen Gründe bewusst, weshalb ich jeden Tag auf die Arbeit gehe und auch noch am Wochenende für die Arbeit lerne oder meine Aufgaben plane.
Aber ausspannen kann ich richtig gut. Der nahe gelegene Stadtwald bietet sich wunderbar dafür an. Gerade Wege, ewig weit, nicht zu still, keine Vögel, da ständig ein Flugzeug drüber rauscht und überall der Geruch von aufgeplatzten Hundekotbeuteln, die Herrchen oder Frauchen auf Nasenhöhe in die Äste hängen.
Aber man hat ja alles, was man braucht, in der Stadt. Denn in dieser Stadt ist in jeder Straße mindestens ein Frisör.
Auf dem Land möchte ich gar nicht mehr wohnen, da ist ja nichts los, dort tritt man ja in nichts hinein. Und man sieht auch keine Flugzeuge.
Aber mal im Ernst, die neue Wohnung gefällt mir richtig gut. Ich hab sogar mein eigenes Klo. Da kann ich alles hinter mir lassen, was mir stinkt.
Zusammengefasst geht es mir, wie vielen anderen auch, sau gut. Denn zu jedem Monatsende ist mein Geld rechtzeitig aufgebraucht, wenn das Neue überwiesen wird.
So trolle ich mich jeden Morgen vorbei an Tretmienen, und durch den Stau zur Arbeit. Dort angekommen, lasse ich mich von Kunden beschimpfen und belehren, die so vieles besser wissen, als alle Wissenschaftler dieser Welt zusammen. Und abends wieder zu Hause angekommen, als würde die Kassette zurückgespult worden sein, setze ich mich eilig auf meinen Thron und stehe voll entspannt wieder auf.
Mein Leben ist schon ein ganz Besonderes geworden. Zum Glück habe ich meine Freundin, die diesen Alltag mit mir teilen möchte. Einen jeden Tag aufs Neue.
Verfasst am 04.09.2011 15:31:36 Uhr Geht mein Blog wieder??? Würd ja gerne wieder schreiben, aber oft funktioniert er nicht --> wenn dieser Eintrag zu lesen ist, dann funktioniert er wieder, der Blog...
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